16
Okt
2014
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Grüne Smoothies oder warum derzeit alle Spinat trinken

Sie sind grün, stecken voller Vital­stoffe und ganz Hol­ly­wood schwört auf sie: Grüne Smooth­ies. Doch wie gesund die Pow­er­cock­tails wirklich?

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Spinat, Man­gold, Feld­salat – vor keinem grü­nen Gemüse wird mehr Halt gemacht. Kom­biniert wird das Ganze mit Früchten wie Bana­nen, Pfir­sichen oder Bir­nen. Grüne Smooth­ies liegen derzeit abso­lut im Trend und gehören bei jedem hip­pen Gesund­heits­be­wussten auf den Ernährungs­plan. Sind sie wirk­lich so gesund wie alle denken?

Grüne Smooth­ies: Fut­ter für Kör­per und Geist

Grüne Smooth­ies stecken voller Vit­a­mine, Min­er­al­stoffe und Bal­last­stoffe. Sie liefern wichtige Nährstoffe für Kör­per und Geist, lassen den Men­schen fit­ter und vitaler wer­den. Ihre sät­ti­gende Wirkung ist lan­gan­hal­tend, wodurch sie beim Abnehmen helfen. Wer die grü­nen Mixgetränke bere­its aus­pro­biert hat, weiß sie zu schätzen. Denn grüne Smooth­ies stecken wahrhaftig voller lebenswichtiger und leis­tungssteigen­der Nährstoffe.

Erfrischt und fit durch grüne Smoothies

Neben den sät­ti­gen­den Bal­last­stof­fen und den hautschützen­den Antiox­i­dantien enthal­ten grüne Smooth­ies große Men­gen an Chloropy­hll. Dieses fördert die Blut­bil­dung und sorgt für eine gut bal­ancierte Darm­flora. Schädliche Ein­flüsse wie Alhokol, Kof­fein oder Stress stören das sen­si­ble Gle­ichgewicht der Mikroor­gan­is­men in Darm­sys­tem. Je höher die aufgenommene Menge Chloro­phyll, desto schneller regener­iert und sta­bil­isiert sich die Darm­flora. Durch den hohen Gemüsean­teil ist bei grü­nen Smooth­ies im Ver­gle­ich zu reinen Fruchtsmooth­ies der Fruk­tosean­teil geringer, was ihnen einen weit­eren gesund­heits­för­den­den Effekt ver­schafft. Fruk­tose steht seit einiger Zeit im Augen­merk der Wis­senschaft und ist aktueller Stu­dien zufolge maßge­blich an der Entste­hung von Zivil­i­sa­tion­skrankheiten wie Adi­posi­tas und Bluthochdruck beteiligt.

Motto: Je mehr Gemüse, desto besser

Für Smoothie-Neulinge ist es rat­sam die grü­nen Gemüs­esorten in einem Ver­hält­nis von 40:60 mit Obst zu mis­chen, denn das Obst ver­leiht dem Getränk fruchtige Süße und führt langsam an den charak­ter­is­tis­chen Geschmack der grünem Mixgetränke heran. Wer mutiger ist, dreht das Ver­hält­nis und ver­wen­det bis zu 60 Prozent Gemüse. Da grüne Smooth­ies roh zubere­itet wer­den, bleiben im Gegen­satz zu gegartem Gemüse mehr Vit­a­mine erhal­ten, die  beim Garen durch die Hitzeein­wirkung zer­stört wer­den wür­den. Da zudem die Zutaten im Stand­mixer ordentlich geschleud­ert und zerklein­ert wer­den, brechen die Zell­wände auf und dem Kör­per wird energier­aubende Ver­dau­ungsar­beit erspart.

Voll­ständig auf grüne Smooth­ies umstellen?

In Anbe­tra­cht der vie­len gesund­heits­förder­lichen Effekte der grü­nen Smooth­ies stellt sich die Frage, ob nicht die gesamte Gemüsezu­fuhr auf die grü­nen Mixgetränke umgestellt wer­den sollte. Dr. Chris­tel Rademacher, Pro­fes­sorin der Ernährungswis­senschaft der Uni­ver­sität Nieder­rhein, rät davon ab. Denn die Drinks haben eine sehr hohe Dichte an Vital­stof­fen, für die das Ver­dau­ungsssys­tem teil­weise nicht gewapp­net ist. „Es kann dur­chaus passieren, dass wir viel anliefern, das dann den Kör­per aber wieder ungenutzt ver­lässt. Smooth­ies jetzt als einzige Form von Gemüse zu essen, auf gar keinen Fall”, so Rademacher. Als alleinige Vit­a­m­in­quelle sind die grü­nen Vit­a­m­in­cock­tails also nicht zu empfehlen, ergänzend zu einer aus­ge­wo­ge­nen Ernährung jedoch alle­mal. Denn dann ist eine opti­male Ver­sorgung und Steigerung der kör­per­lichen sowie geisti­gen Leis­tung dank der vie­len grü­nen Nährstoffe garantiert.

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