7
Okt
2014
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Was genau sind eigentlich Vitamine?

Sie boosten unser Immun­sys­ten, lassen unsere Haut strahlen und stärken unser Gedächt­nis: Vit­a­mine. Wir alle wis­sen, wie wichtig sie für uns sind und greifen sogar zu Prä­paraten, aus Angst nicht aus­re­ichend ver­sorgt zu sein. Doch was genau ver­steckt sich eigentlich hin­ter dem Begriff Vit­a­mine? Und warum sind die Pow­er­stoffe so unglaublich wichtig für uns? Hier erfahrt ihr es.

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Egal ob A.B, C oder D – die Beze­ich­nun­gen von Vit­a­mi­nen sind so vielfältig wie ihre Funk­tio­nen. Ohne sie kön­nen wir nicht leben, dass wis­sen wir. Und den­noch bleiben Vit­a­mine irgend­wie ein Mys­terium: Wir kön­nen sie weder schmecken, noch riechen. Und fast nie­mand kann erk­lären, was Vit­a­mine eigentlich aus­macht, geschweige denn wie sie aussehen.

Vit­a­mine pfle­gen Kör­per und Geist

Als Vit­a­mine beze­ich­net wer­den kleine Moleküle, die dem Kör­per zwar nicht direkt Energie liefern, aber an diversen Stof­fwech­sel­prozessen beteiligt sind. Sie sind essen­ziell für uns, das bedeutet, dass wir sie selbst nicht her­stellen kön­nen und daher entsprechend über die Nahrung aufnehmen müssen (Aus­nahme Vit­a­min D).

Ins­ge­samt gibt es 13 rel­e­vante Vit­a­mine, die die ver­schieden­sten Funk­tio­nen in unserem Kör­per erfüllen. Vit­a­min C, A und E bekämpfen als Antiox­i­dantien freie Radikale, schützen unsere Haut vor Alterung und stärken das Immun­sys­tem. B-Vitamine sind uner­sät­tlich bei der Ver­w­er­tung von Kohlen­hy­draten, sind an der Blut­bil­dung beteiligt und fördern die Sig­nal­weit­er­leitung der Nervenzellen.

Vit­a­mine: Fet­tlös­lich ver­sus wasserlöslich

Das wichtig­ste Unter­schei­dungsmerk­mal inner­halb der Vit­a­mine ist ihre Lös­lichkeit im Kör­per. Fet­tlös­liche Vit­a­mine wie A, D, E und K wer­den mit fet­thalti­gen Lebens­mit­teln wie Fisch oder pflan­zlichen Ölen aufgenom­men. Da wir sie in den Fettde­pots unseres Kör­pers spe­ich­ern kön­nen, müssen sie nicht täglich aufgenom­men wer­den. Im Gegen­satz hierzu sind Vit­a­min C und die ins­ge­samt 8 B-Vitamine, vor­rangig in Fleisch, grünem Blattgemüse und Vol­lko­rn­pro­duk­ten zu finden, wasser­lös­lich und kön­nen nicht im Kör­per gespe­ichert wer­den. Entsprechend müssen sie regelmäßig, im Ide­al­fall täglich aufgenom­men werden.

Vit­a­mine: Hilft viel auch wirk­lich viel?

Jeder von uns stand schon ein­mal im Drogeriemarkt vor dem Regal mit Multivitamin-Komplexen und Pow­er­drinks, deren Etiket­ten lebensver­längernde Anti-Aging-Effekte, verbesserte Den­kleis­tung oder gesteigerte kör­per­liche Fit­ness ver­sprechen. Geplagt mit schlechtem Gewis­sen wegen des Fast Foods, das wir ab und an kon­sum­ieren und in Hoff­nung, unserem vom All­t­agsstress gebeutel­ten Kör­per etwas Gutes tun zu kön­nen, greifen wir dann doch immer häu­figer zu den hochkonzen­tri­erten Pillen. Und wir sind dabei nicht allein: rund 389 Mil­lio­nen Euro geben Deutsche jährlich für Vit­a­m­in­prä­parate aus. Doch bedeuten viele Vit­a­mine auch gle­ich viele gesund­heitliche Vorteile? Nein, denn wie bei fast allem greift auch hier die Paracel­sius Weisheit „die Dosis macht das Gift“. Nehmen wir zum Beispiel die fet­tlös­lichen Vit­a­mine A und E in zu hohen Konzen­tra­tio­nen zu uns, kann unser Kör­per diese nicht auss­chei­den, sie stra­pazieren unsere Leber und Über­do­sis­er­schei­n­un­gen wie Kopf­schmerzen, Übelkeit und Sehstörun­gen bedingen.

Fit, gesund und munter dank Vitamine

Sofern keine Schwanger­schaft vor­liegt oder ein krankheits­be­d­ingter Man­gel festzustellen ist, kön­nen wir get­rost die Fin­ger von Sup­ple­menten lassen. Ein viel­seit­iger und abwech­slungsre­icher Speise­plan mit aus­re­ichend Obst, Gemüse und Vol­lko­rn­pro­duk­ten garantiert eine ide­ale Ver­sorgung mit Vit­a­mi­nen und allen anderen nöti­gen Vital­stof­fen. Die deutsche Gesellschaft der Ernährung emp­fiehlt für eine opti­male Ver­sorgung täglich zwei Por­tio­nen Obst und drei Por­tio­nen Gemüse, wobei eine Por­tion einer Hand­voll entspricht.

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